Berufspädagogische Fortbildungen für Praxisanleiter:innen in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen
Hintergrund und Zielsetzungen
Im Zuge der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (§ 4 Abs. 3 PflAPrV) haben Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter der generalistischen Pflege die Pflicht zur Teilnahme an 24 Stunden Fortbildungen. Diese sollen, dem spezifischen Berufsprofil der Praxisanleiterinnen und -anleiter entsprechend, einen berufspädagogischen Schwerpunkt aufweisen. Damit ist intendiert, dass die durch eine spezifische Weiterbildung erworbenen pflegedidaktischen Fähigkeiten bei den Praxisanleitenden weiterentwickelt werden.
Durch ein modularisiertes Fortbildungsangebot seitens der KKS für die kooperierenden Pflegeeinrichtungen besteht die Möglichkeit, alle beteiligten Ausbildungsträger bei der Weiterentwicklung der berufspädagogischen Kompetenzen ihrer Praxisanleitenden zu unterstützen sowie die berufspädagogischen Kompetenzen ihrer Organisationen weiterzuentwickeln. Die Module werden in regelmäßigen Abständen wiederholt, sodass Sie und Ihre Mitarbeitenden flexibel teilnehmen und Ihr persönliches Programm individuell und bedarfsgerecht zusammenstellen können. Verpasste Module lassen sich zu einem späteren Zeitpunkt ganz unkompliziert nachholen. Darüber hinaus ermöglicht das wiederkehrende Angebot die kontinuierliche Integration und Einarbeitung neu gewonnener Praxisanleiter:innen Ihrer Pflegeeinrichtung.
Methodische Schwerpunktsetzung
Methodisch liegt den Fortbildungstagen eine handlungsorientierte Herangehensweise zugrunde. Diese umfasst zum einen die Orientierung an den konkreten Aufgaben und Herausforderungen in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten und zum anderen den Einsatz von reflektierenden und entwickelnden Methoden in Seminar- und Workshopformaten zur Weiterentwicklung einrichtungsspezifischer Konzepte.
Fortbildungsangebote
5 Module à 7 Stunden/8 Schulstunden:
die Erweiterung vorhandener Wissensbestände
die Weiterentwicklung eines spezifischen
Berufsverständnisses als Praxisanleiter:in
die Förderung konzeptioneller und praktischer Planungs- und Bewertungskompetenzen
Die Module im Überblick
Anmeldemöglichkeit
01 Praxisanleitung gestalten 26.10. / 23.11.26
Praxisanleitung als wichtigen Bestandteil eines praktischen Ausbildungskonzepts verstehen. (1 Tag)
Grundlagen der Praxisanleitung
- Zwischen Ausbildungskonzept und Praxisanleitungskonzept unterscheiden
- Bestandteile von Ausbildungskonzepten analysieren und reflektieren sowie das Handlungsfeld der Praxisanleitung verorten
- Zusammenhänge zwischen einrichtungsspezifischen Ausbildungsverständnissen und Ausbildungskonzepten identifizieren
- Praxisanleitung als Herausforderung verstehen, berufspädagogische und pflegefachliche Anforderungen zusammenzuführen
02 Praxiscurriculum entwickeln 12.01.27
Einrichtungsspezifische Praxisaufgaben als Bausteine eines Praxiscurriculums entwickeln. (Tag 1: Theorieteil)
Praxiscurriculum und Praxisaufgaben
- Den Begriff „Praxiscurriculum“ klären
- Die generelle Funktion von Praxisaufgaben (Lern- und Arbeitsaufgaben sowie Arbeits- und Lernaufgaben) reflektieren
- Die Bedeutung einrichtungsspezifischer Praxisaufgaben für ausbildende Pflegeeinrichtungen reflektieren
- Anforderungen an den Aufbau von Praxisaufgaben vor dem Hintergrund ihrer Anwendung überblicken
- Die Herangehensweise zur Entwicklung von Praxisaufgaben überblicken
03 Praxisaufgaben erstellen 13.01.27
Einrichtungsspezifische Praxisaufgaben als Bausteine eines Praxiscurriculums entwickeln. (Tag 2: Praxisteil)
Entwicklung spezifischer Praxisaufgaben
- Praxisaufgaben für die eigene Einrichtung entwickeln, die auf dem im Theorieteil erworbenen Wissen aufbauen (siehe Praxiscurriculum entwickeln)
04 Willkommenskultur aktiv gestalten 18.05.27
Onboardings im Sinne einer gelebten Willkommenskultur gestalten.
Willkommenskultur und Onboarding
- Möglichkeiten, Grenzen, Erfordernis gelebter Willkommenskultur in der ausbildenden Einrichtung reflektieren
- Onboarding-Muster analysieren
- Abläufe und Methoden für ein Onboardingkonzept weiterentwickeln
05 Kompetenzorientiert prüfen 31.05.27
Praktische Prüfungen gestalten und kompetenzorientiert bewerten.
Praktische Prüfungen in der Ausbildung
- Aufgaben und Herausforderungen von Praxisanleiter:innen im Rahmen praktischer Prüfungen reflektieren
- Zusammenhänge zwischen Ausbildungsziel, Prüfungsvorgaben und praktischen Prüfungen reflektieren
- Strukturen und Prozesse zur Prüfungsvorbereitung in der eigenen Einrichtung reflektieren
- Zusammenhang von Aufgabenstellung, Prüfungsverlauf und -bewertung überblicken und Beurteilungsinstrumente fallbezogen anwenden
-
Fortbildungsart
Präsenz
-
Standort
Mülheim an der Ruhr
-
Kosten
100,00 € netto für Gesellschafter & Kooperationspartner der KKS
120,00 € netto für Weitere - Anmeldung
-
Unterrichtszeiten
Die Fortbildung beginnt um 8:15 Uhr und endet um 15:15 Uhr.
- Flyer - ambulante und stationäre Kurz- und Langzeitpflege
Alternative Anmeldung per E-Mail
Bitte melden Sie sich unter Angabe der folgenden Daten unter anmeldung@kks-essen.ruhr an:
Modulname und Termin
Name, Vorname
Geburtsdatum, Geburtsort
E-Mail Adresse teilnehmende Person
E-Mail Adresse anmeldende Person (z.B. Arbeitgeber)
Telefonnummer
Bei Kostenübernahme durch den Arbeitgeber benötigen wir noch folgende Informationen:
Rechnungsempfänger
Rechnungsanschrift
Wir freuen uns auf Sie!